Behandlungsangebot


Im Folgenden finden Sie einen Auszug über unser Behandlungsangebot. Exemplarisch werden einige Problembereiche genauer dargestellt. Sollte es Ihnen schwer fallen eine genaue Einordnung in ein bestimmtes Krankheitsbild vorzunehmen, stellt dies kein Problem dar. In einem Erstgespräch erfolgt eine diagnostische Abklärung ihrer Probleme und anschließend wird entschieden, welches Behandlungsangebot wir Ihnen machen können.


Depressionen

Angststörungen (Phobien)

Psychologische Schmerztherapie

Paarberatung – Paartherapie

 

Depressionen

 

Depressionen zählen zu den häufigsten seelischen Erkrankungen. Eine Depression ist eine Störung des Gefühls- und Gemütslebens, die sich sehr unterschiedlich äußern und unterschiedliche Ursachen haben kann. Zu den klassischen Symptomen zählen eine bedrückte oder gereizte Grundstimmung, ein deutlicher Interessens- und Motivationsverlust, häufig ziehen sich die Betroffenen von ihrem gewohnten Umfeld zurück. Ferner können eine Reihe an körperlichen Beschwerden auftreten wie z.B. Schlafstörungen, Appetit- und Libidoverlust, Konzentrationsschwierigkeiten sowie innere Unruhezustände. Depressionen können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein, so spricht man von leichten, mittelgradigen und schweren Depressionen. Im Laufe der Zeit können mehrere Phasen auftreten.

Abhängig vom Schweregrad wird entschieden, inwieweit eine psychotherapeutische Behandlung mit einer medikamentösen Therapie kombiniert werden sollte. Die sogenannten Antidepressiva werden über den behandelnden Facharzt verschrieben.

 

Grundlage einer psychotherapeutischen Behandlung ist, eine Stabilität des Gefühlslebens wieder herzustellen. In der Regel erfolgt eine genaue Betrachtung der aktuellen Lebensumstände und eine Unterstützung diese so zu gestalten, dass weitere depressive Schübe weitestgehend verhindert werden. Im Rahmen der kognitiven Verhaltenstherapie wird der Schwerpunkt auf den Zusammenhang zwischen depressionsauslösenden Denk- und Verhaltensweisen gelegt, diese sollen auf lange Sicht schrittweise verändert werden. Ziel ist es individuell depressionsauslösende Denk- und Verhaltensweisen frühzeitig zu erkennen und denen entgegenzuwirken, um einen angemessenen Umgang mit den Beschwerden zu erreichen.

 

Angststörungen (Phobien)

 

Die Ängste beginnen häufig in der Kindheit oder im frühen Erwachsenalter. Ein starkes Vermeidungsverhalten der Situationen oder der Auslöser zeigt sich bei allen Ängsten. Durch die Vermeidung entsteht häufig ein großer Leidensdruck, der zur Suche bzw. Aufnahme einer Behandlung motiviert. Falls eine Vermeidung der belastenden Situationen nicht möglich ist, können starke körperliche Reaktionen (Schwindel, Herzrasen, Schwitzen, Engegefühl in der Brust usw.) auftreten. Diese werden als bedrohlich interpretiert. Es können sich Panikattacken aus der Wahrnehmung körperlicher Symptome und Gedanken entwickeln.

 

Die Ängste können sich auf verschiedenen Bereiche oder Situationen beziehen wie z.B.:


-    Sich in großen Menschenmengen befinden ( wie z.B. beim Einkaufen oder Konzertbesuche)

-    Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel

-    Vor einer Gruppe etwas sagen

-    Blut- und Spritzenphobie

-    Höhenangst

-    Zahnarztbesuche

 

Unser psychotherapeutischer Behandlungsansatz:

 

Das erste Ziel der Behandlung ist es, den Teufelskreis der Angst zu durchbrechen, indem das Vermeidungsverhalten abgebaut wird. Am Anfang der Behandlung stehen die gründliche Diagnostik der Erkrankung und das gemeinsame Erarbeiten eines persönlichen Störungsmodells. Im Anschluss daran wird das individuelle Störungsmodell mit den aktuellen Erfahrungen des Patienten geprüft. Hierbei werden auch Gedanken und Gefühle sowie das Verhalten mit einbezogen.

Anschließend werden Verhaltensänderungen im Alltag durchgeführt (z.B.: das Aufsuchen bisher vermiedener Situationen) bzw. der Aufbau von neuen Verhaltensweisen, um mit den angstbesetzten Situationen besser umzugehen. Dadurch reduziert sich die Angst und die neuen Erfahrungen werden in der Therapie ausgewertet und verfestigt.

Mit Hilfe einer individuell angepassten Rückfallprophylaxe soll der Therapieerfolg dauerhaft gesichert werden.

 

Psychologische Schmerztherapie

 

Patienten mit chronischen Schmerzen kommen häufig erst dann in psychotherapeutische Behandlung, wenn sie bereits lange Jahre unter Schmerzen gelitten haben. Einer psychologischen Schmerztherapie stehen die Patienten oft skeptisch und mit unklaren Erwartungen gegenüber. Hier ist es wichtig zu verstehen, dass sowohl medizinische als auch psychosoziale Umstände Einfluss auf das Schmerzerleben haben. In der psychologischen Schmerztherapie geht es darum, zusammen mit dem Patienten zu erarbeiten, inwieweit bisherige Schmerzbewältigungsstrategien verbessert oder verändert werden sollten.

 

Unsere psychologische Schmerztherapie beinhaltet:


-    Unterstützung bei der Schmerzverarbeitung und der Schmerzbewältigung

-    Diagnose und Therapie begeleitender psychischer Probleme wie z.B. depressive Erkrankungen

-    Unterstützung beim auftretenden alltäglicher Probleme infolge der Schmerzerkrankung

-    Stärkung vorhandener Ressourcen

-    Perspektiven und Entscheidungshilfen entwickeln

-    ggf. Paar- bzw. Familiengespräche

 

Der Behandlungsansatz erfolgt auch hier nach den psychotherapeutischen Richtlinien für Verhaltenstherapie unter Berücksichtigung der individuellen Lebensgeschichte. Uns ist es wichtig, dass der Behandlungsplan transparent ist, d.h. gemeinsam mit Ihnen besprochen und bearbeitet wird. Grundlegendes Ziel ist es, dem Menschen wieder Lebensmut zu geben und damit die Lebensqualität zu verbessern. 

 

Paarberatung – Paartherapie 

 

In einer Partnerschaft sind immer beide gefragt – gerade wenn es um Konflikte oder Schwierigkeiten in der Beziehung oder Familie geht. 

 

So kann das Gefühl der Verbundenheit und des Verliebtseins von Alltagsstress, Routine oder Erziehungsthemen verdrängt werden. Es entwickeln sich schleichend Umgangsformen wie gegenseitige Vorwürfe und Schweigen – Streitereien und Distanzierung können die Folge sein.  

 

Um die Qualität der Beziehung zu verbessern und chronische oder akute Konflikte zu klären, kann eine Paarberatung hilfreich sein. 

 

Das Anliegen kann sich auf verschiedene Bereiche oder Situationen beziehen wie z.B.:


-    Sich wieder verstanden fühlen – Verbesserung der Paarkommunikation 

-    Sich wieder nah sein – Wiederentdeckung von Intimität und einer lustvollen Sexualität

-    Sich wieder neu finden – Veränderungen in der Partnerschaft nach einschneidenden Ereignissen

     (Geburt oder Auszug eines Kindes, Berentung eines Partners) 

-    Sich treu bleiben – äußere Belastungen wie Krankheit oder Arbeitslosigkeit zusammen bewältigen

-    Sich gemeinsam Hilfe holen – Beratung in Erziehungsfragen

-    Sich zu verzeihen – Bewältigung des Seitensprungs eines Partners

-    Oder auch Unterstützung bei der Trennung – ein faires Miteinander trotz Trennung

 

Unser psychotherapeutischer Behandlungsansatz:


Die Möglichkeiten reichen von einzelnen Stunden einer Paarberatung in Bezug auf ein konkretes Thema bis hin zu einer langfristig angelegten Paartherapie. Die Stunden werden von approbierten Psychotherapeuten durchgeführt und die Methoden basieren auf den Richtlinien der Verhaltenstherapie. 

 

Das erste Ziel der Behandlung ist es auf neutralem Boden, den Teufelskreis aus Vorwürfen, Schweigen und Missverständnissen zu durchbrechen, zu lernen einander wieder aktiv zuzuhören. Nach einer „Bestandsaufnahme“ aktueller Schwierigkeiten und der Klärung gemeinsamer Ziele sollen diese mit Hilfe eines unparteiischen Moderators angegangen werden. Die Gespräche können unterschiedliche Schwerpunkte haben wie z.B. Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen und Bedürfnissen, wieder lernen miteinander zu kommunizieren und zu streiten, das Schaffen positiver gemeinsamer Zeit, oder Steigerung von Zärtlichkeit und Sexualität in der Beziehung.

 

Um die gemeinsamen Ziele dauerhaft zu verfolgen, sollen die erarbeiteten Ergebnisse für beide Partner einvernehmlich und verständlich dargelegt werden. Um eine alltagsnahe Umsetzung zu erreichen, werden Übungen für zu Hause erarbeitet, um somit einen langfristigen Erfolg zu sichern. Sie können sich in jeder Sitzung entscheiden, ob Sie einen weiteren Termin für nützlich halten. Denn nur Sie können wissen, ob Sie sich wohler fühlen und ob Sie Ihrem Ziel nahe genug sind. 

 

Kostenübernahme


Die Paartherapie bzw. Paarberatung ist ein Angebot für Selbstzahler. 

Die Kosten werden pro Sitzung berechnet: 1 Sitzung dauert 60 Minuten und kostet 130€.